04/02/2012

Hey, Markus, please don’t call me “Dividenden-Milchkuh”!

Auch wenn es hierzulande etwas konservativer zugeht: Wer sich mit Social Media beschäftigt, dem ist in den letzten Wochen Empire Avenue nicht entgangen.

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um eine Social Media Börse. Anstatt in Unternehmen, investiert man bei Empire Avenue sein virtuelles Spielgeld in Personen und Marken.

Der Clou: Wesentlicher Treiber für den Wert der Aktien ist die Aktivität der Mitglieder in sozialen Netzen.

Den Machern von Empire Avenue ist es dabei in einzigartiger Weise gelungen, komplexe Algorithmen zu realisieren, die tatsächlich funktionieren. So lässt sich das System nicht einfach austricksen.

Wer zum Beispiel auf seinem Facebook Profil einfach nur täglich zwanzig Mal das Wall Street Journal zitiert, bekommt dies zwar angerechnet, weil zumindest etwas Bewegung registriert wird. Wenn jedoch die Beiträge nicht von Freunden kommentiert werden, bleibt die Wertsteigerung marginal.

Ähnliches gilt für Twitter.

Werden Tweets häufig weitergegeben (Retweet) oder erwähnt (@Mention), schießt der Aktienkurs in die Höhe. Broadcastet man in die Welt hinaus, ohne dass es jemanden interessiert, rechnet Empire Avenue die Aktivität nur geringfügig an.

Somit wird das Spiel tatsächlich zu einem recht verlässlichen Barometer für Social Media Kompetenz.

Weil das Gameplay durchaus etwas komplizierter ist, haben Marc Thomalla und Markus Breuer damit begonnen, die wichtigsten Aspekte auf empire-avenue.de zusammenzufassen.

Und was lese ich da heute?

Einerseits fühle ich mich natürlich gebauchpinselt.

Andererseits, wer will schon “Dividenden-Milchkuh” genannt werden? Und was passiert, wenn Google das aufschnappt und demnächst auf Platz 1 der Suchergebnisse anzeigt, wenn jemand sich für mich interessiert?

Deshalb, lieber Marc und lieber Markus, please don’t call me Dividenden-Milchkuh! :-)

Wenn Ihr bis hierher gelesen habt, freue ich mich über neue Verfolger bei Twitter (@24z). Auf Empire Avenue findet Ihr mich als e(RALF).

Die Dividenden-Milchkuh entdeckt hat @martinwillnow.

Es passiert nicht nur im Valley – Deutschland’s bekannteste Seriengründer

Sehr gefreut habe ich mich darüber, in diesem Jahr vom renommierten Magazin WirtschaftsWoche auf die Liste Deutschland’s bekanntester Seriengründer genommen zu werden.

Unternehmen gründen, an seine Idee glauben und sie mit eigener Kraft und einem hochmotivierten Team verwirklichen macht einfach Spass – und ja, süchtig auch.

Und da sagen einige, es passiere nur im Valley.

(Anklicken für Großansicht)

“Ich see nichts”, eine kurze Nachlese zur Phoenix See Einweihung

Dortmund bekommt seinen eigenen Phoenix See.

Als Befürworter von “Europa’s größter Landschaftsbaustelle” war es am gestrigen 01. Oktober für mich Pflicht, anlässlich der Flutung gemeinsam mit offiziellen 55.000 Besuchern zum von der Stadt Dortmund initiierten Volksfest zu pilgern.

Besonders gefreut hatten wir uns natürlich auch auf den Auftritt von Amy Mcdonald.

Leider war die Veranstaltung weder atmosphärisch, noch organisatorisch ein Hit.

Einerseits sorgte die restlos unterdimensionierte Kirmes auf dem feucht-vermatschten Schotterplatz für teilweise uferlose Wartezeiten bei der Getränke- und Speisenversorgung, andererseits schuf sie nicht unbedingt die erwartete Mischung aus Ruhrgebiets-Kultur und Kult. Eine Art “Cranger Kirmes” für Arme.

Warum der Veranstalter auf die Idee gekommen ist, Amy Macdonald ausgerechnet auf einer Insel im See auftreten zu lassen, die einen gefühlt zwei Kilometer weiten Graben zwischen Künstler und Publikum aufriss, bleibt unerklärlich. Gerade die Auftritte einer Künstlerin wie Amy Macdonald leben von der Nähe zwischen Band und Publikum.

Umso ärgerlicher, dass die Stadt Dortmund Macdonald heute frecherweise auch noch falsch zitiert:

“This is the most awesome place I’ve ever played a concert” verschlug es der Sängerin beim Anblick der zehntausenden Besucher und des PHOENIX-Sees die Sprache. (Falsches Zitat auf dortmund.de)

In Wirklichkeit nämlich sagte Amy Macdonald bereits nach dem ersten Song:

“This is the oddest place I’ve ever played a concert. I usually love to see the faces of my audience. And I cannot see you at all. Well, I hope, you enjoy it.”

Und nach dem dritten Titel ging es weiter:

“I rather feel like coming over to you and continue playing in the middle of you all. This is so strange and feels so… disconnected!”

Sichtlich unwohl fühlte sich die Künstlerin also mit dem Arrangement. Merkwürdig, dass sich die Stadtbeamten so verhört haben, ein Schelm wer pressepolitische Manipulation vermutet.

Da man auf dem ebenerdigen Veranstaltungsgelände schon ab Reihe 15 selbst die viel zu kleine Leinwand nicht mehr sehen konnte, geriet der Auftritt eher zu einem Radioerlebnis in Monoqualität.

Alles in allem freuen wir uns über das Projekt im Herzen unserer Stadt und den fortschreitenden Kulturwandel. Allein die Veranstaltung war leider ein Reinfall.

Kein iPhone 4 von T-Mobile

“Das ändert alles. Wieder einmal.” So lautet der Werbeslogan, mit dem Apple’s Partner in Deutschland die Einführung des neuen iPhone 4 begleiten.

Ich hätte es wissen müssen. Während Apple wahrscheinlich tatsächlich wieder einmal den Smartphone Markt auf den Kopf stellt, ändert sich beim Bonner T-Mobile Konzern gar nichts.

Die noch nicht ganz vergessene, miserable Erfahrung bei meinem letzten Upgrade-Versuch vor anderthalb Jahren hat sich wiederholt – nichts ist besser geworden, dafür alles noch gruseliger.

Der Reihe nach.

Auf der diesjährigen weltweiten Entwicklerkonferenz (WWDC) kündigte Apple wie erwartet Version 4 des iPhone an. Ebenfalls wie in den Jahren davor, gibt es eine Vorverkaufsphase, in der das Gerät bestellt werden kann, bevor es dann zwei Wochen später ausgeliefert wird.

Alles also Routine, sollte man jedenfalls meinen.

Nicht so bei der Deutschen Telekom. Unmittelbar nach der obligatorischen Meldeformel werde ich bei meinem Anruf an der T-Mobile Hotline (2202) proaktiv darauf hingewiesen, dass es wenn ich wegen des iPhone 4 anrufen würde, wahrscheinlich schlechte Nachrichten für mich gäbe – nicht gerade ein optimaler Start in ein Kundengespräch.

Ohne dass ich eine Gelegenheit habe, den Grund meines Anrufes mitzuteilen, lässt der T-Mobile Mitarbeiter mich erst einmal wissen, dass er ja an der Front schon den ganzen Morgen den Ärger der iPhone 4 Interessierten abbekäme. Ich solle das jetzt nicht als Selbstmitleid auffassen, aber er könne ja auch nichts dafür, dass der Konzern so dilettantisch aufgestellt sei.

Ich unterbreche latent genervt und frage, ob ich mich legitimieren darf. Wenigstens das geht dann relativ problemlos.

Mehr als 6.000 Euro Jahresumsatz berechtigen nicht zum Upgrade

Mit mehr als 6.000 Euro Umsatz im Jahr, den ich mit T-Mobile mache, dürfte ich zu den wertvolleren Privatkunden gehören. Trotzdem, so teilt mir der Hotline Mitarbeiter mit, könne ich meinen Vertrag erst sechs Monate vor Ablauf verlängern und damit auf ein neues iPhone 4 upgraden. Das wäre leider so. Hätten – Zitat – “die da oben entschieden, hier versteht das auch keiner”.

Alternativen gibt es keine. Ich erkundige mich, ob ich nicht bereits jetzt einer Verlängerung um 24 Monate, die erst in 8 Monaten beginnt zustimmen könne. Dies käme also quasi einer Verlängerung um effektiv 32 Monate gleich. Nein, auch das geht nicht. Scheinbar will man bei T-Mobile keinen sicheren Umsatz.

“Der gleiche Mist wie beim letzten Mal”

Es gäbe da, so die T-Mobile Hotline, die Option “Upgrade Anytime”. Gemeint ist damit, dass gute Kunden sich zunächst aus ihrer Vertragslaufzeit heraus kaufen können, um sich dann direkt wieder für eine Verlängerung zu entscheiden. Das Modell an sich ist bereits eine Frechheit. Für ein iPhone 4 Upgrade nützt es aber auch nichts, denn – Zitat – “ob wir Upgrade Anytime anbieten dürfen, hat da oben noch keiner entschieden. Das ist der gleiche Mist wie beim letzten Mal”.

Da mir nicht geholfen werden kann, nähert sich das Gespräch dem Ende und ich werde ausführlich darüber belehrt, dass ich bei einem eventuell automatisierten Rückruf den Mitarbeiter bitte mit positiv bewerten soll. Es müsse jetzt kein “Sehr gut” sein, eine “Zwei” wäre völlig ausreichend. Zitat: “In der ersten Frage bewerten Sie nur mich. Da sollten Sie mir wirklich eine gute Note geben. In den folgenden Fragen geht es dann um das Unternehmen. Da können Sie Ihrem Unmut ruhig richtig Luft machen.” – Welche Auswüchse rein provisionsgetriebene Mitarbeitersteuerung doch bisweilen hat.

“Jetzt poppt hier gerade eine Meldung auf, das muss ich Ihnen mal vorlesen”

Damit nicht genug. Mitten in der Verabschiedung trifft offensichtlich eine neue Arbeitsanweisung ein. Von ganz oben. Den T-Mobile Mitarbeiter bestätigt dies scheinbar in seiner Meinung über das eigene Unternehmen:

“Jetzt poppt hier gerade eine Meldung auf. Das muss ich Ihnen mal vorlesen. ‘Anrufer die auf ein iPhone 4 upgraden wollen bitte abwimmeln und an die T-Shop’s verweisen.’ Sehen Sie! Was meinen Sie was da dann los ist. Die sind ja auch nicht so gut bestückt. Das ist ja kein Real. Oder ein Rewe.” (T-Mobile Hotline)

Geschlagene 23 Minuten habe ich mit dem T-Mobile Kundenservice verbracht – ohne Erfolg. Stattdessen hat mir der Mitarbeiter sein Leid geklagt und seinen Arbeitgeber beschimpft.

Neben der wirklich unerträglichen Serviceerfahrung bleibt es sachlich betrachtet natürlich tatsächlich absolut unverständlich, warum T-Mobile auf die Produkteinführung des iPhone 4 erneut so schlampig vorbereitet ist wie in den Jahren zuvor.

Schlecht ausgebildete Mitarbeiter, keine klaren Upgrade-Pfade und spontan geänderte Arbeitsanweisungen stellen den Bonnern ein miserables Zeugnis aus, wenn es um den Umgang mit der profitabelste Kundengruppe geht.

Ich habe das iPhone 4 inzwischen direkt über Apple UK bestellt. Von dort wird es mir pünktlich am 24. Juni via Express zugestellt.

In sechs Monaten sehe ich mich dann in Deutschland nach dem besten Tarif um. Ob ich T-Mobile Kunde bleibe, wird dann ausschließlich davon abhängen.

Du bist Deutschland

24100.NET gibt es ab sofort auch in Deutsch.

Warum das so ist? Hier sind drei Gründe:

1.

Der internationale Ableger meines persönlichen Blogs verzeichnet dankenswerterweise ständig wachsende Besucherzahlen. Mehr als 80% meiner Leser dort kommen allerdings nicht aus dem deutschsprachigen Raum. Deutsche Posts auf 24100.NET hätten also die deutliche Mehrheit der Besucher abgehängt.

2.

Es gibt eine ganze Menge Themen, mit regionalem Bezug. Nicht zuletzt operiert die von mir mit gegründete GrandCentrix in ihren ersten beiden Jahren primär in der D/A/CH Region. Während ich vor dem GrandCentrix Zeitalter viel Zeit in Amerika verbracht habe, bin ich jetzt hauptsächlich innerdeutsch unterwegs (und genieße das übrigens sehr).

So ergeben sich natürlich einfach auch mehr Geschichten, die sich auf mein Heimatland beziehen.

3.

Ich habe viele Jahre in einer Industrie verbracht, die sich damit beschäftigt, Kundenservice zu optimieren. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich selbst auf exzellenten Service viel Wert lege. Ausgerechnet die Servicewüste Deutschland wartet allerdings fast täglich mit so vielen Negativbeispielen auf, dass ich schon eine halbe Ewigkeit über www.servicewues.de nachgedacht habe.

Da es das Angebot schon gibt und ich mich nicht tagelang mit der Suche nach einer weiteren genialen Domain beschäftigen möchte, gibt es Berichte aus der Servicewüste Deutschland zukünftig hier in einer eigenen Kategorie.

Alles andere bleibt wie gewohnt

Aktuelle Tech News, Tutorials und Posts über interessante Startups wird es von mir weiterhin bei The Next Web und auf der internationalen 24100.NET geben.

Während ich den Umbau abschließe, kann es hier in den nächsten Tagen vereinzelt noch Zeichen der im Hintergrund stattfindenden Bauarbeiten geben. Ich bitte um Euer Verständnis!

Der iPhone Filialfinder zur Miete ist da!

GrandCentrix vermietet ab sofort einen professionellen iPhone Filialfinder an kleine und mittelständige Unternehmen. Innerhalb weniger Tage, ohne kostspieliges Projekt und völlig risikofrei bringen die Kölner Mobile App Spezialisten ihre Kunden werbewirksam in den App Store.

Die Lösung ist denkbar einfach: Eine ausgereifte Basisanwendung wird in den Unternehmensfarben des Servicekunden angestrichen und mit seinem individuellen Logo versehen.

Kinderleichter Start ins App Business

Die Verwaltung der Adressdaten erfolgt über das Hochladen einer Microsoft Excel Tabelle, kinderleicht und von jedem modernen Browser aus. Um den Rest kümmert sich die Technologie von GrandCentrix vollautomatisch.

Die neue Visitenkarte im App Store gibt Aufschluss über die nächstgelegenen Shops, die jeweiligen Öffnungszeiten und das Serviceangebot vor Ort. Über die Integration der iPhone Navigation werden Interessierte direkt zur Tür der Filiale geführt.

Vor dem Hintergrund des ungebrochenen App Hypes stellen sich viele kleine und mittelständige Unternehmen die Frage, welcher Weg erfolgreich und wirtschaftlich sinnvoll in den App Store führt.

Denn: Die Eintrittsbarrieren sind häufig höher als erwartet.

Speziell erforderliches Expertenwissen, eine unübersichtliche Anbieterlandschaft und nicht selten Intransparenz bei den Kosten machen das Leben schwer.

Keine riskante Anfangsinvestition

Damit ist jetzt Schluss: Mit dem unter www.iphonefilialfinder.de erreichbaren Angebot beseitigt GrandCentrix die Hürden und bietet einen ebenso einfachen wie kostengünstigen Start zur eigenen App.

Bei einer monatlichen Miete ab 49,00 Euro wird die eigene App jetzt auch für die lokale Stadtbäckerei, oder den regionalen Baumarkt erschwinglich. Für den Gegenwert einer monatlichen Kleinanzeige werden unsere Kunden unter eigenem Namen im App Store gefunden und profitieren von der technischen Reife, Einfachheit und Transparenz unseres Angebots.

Nach einer einmaligen Einrichtungsgebühr kann der eigene iPhone Filialfinder vierzehn Tage – ab Verfügbarkeit im iTunes App Store – getestet werden. Erst danach entscheiden Interessenten, ob sie ins monatlich kündbare Mietmodell einsteigen. Automatische Abos gibt es bei GrandCentrix genauso wenig, wie lange Vertragslaufzeiten.

Disclaimer: Die GrandCentrix GmbH ist ein von mir mit gegründetes Start-up und als Experte für mobile Dienste mit Sitz in Köln tätig.