Auch wenn es hierzulande etwas konservativer zugeht: Wer sich mit Social Media beschäftigt, dem ist in den letzten Wochen Empire Avenue nicht entgangen.
Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um eine Social Media Börse. Anstatt in Unternehmen, investiert man bei Empire Avenue sein virtuelles Spielgeld in Personen und Marken.
Der Clou: Wesentlicher Treiber für den Wert der Aktien ist die Aktivität der Mitglieder in sozialen Netzen.
Den Machern von Empire Avenue ist es dabei in einzigartiger Weise gelungen, komplexe Algorithmen zu realisieren, die tatsächlich funktionieren. So lässt sich das System nicht einfach austricksen.
Wer zum Beispiel auf seinem Facebook Profil einfach nur täglich zwanzig Mal das Wall Street Journal zitiert, bekommt dies zwar angerechnet, weil zumindest etwas Bewegung registriert wird. Wenn jedoch die Beiträge nicht von Freunden kommentiert werden, bleibt die Wertsteigerung marginal.
Ähnliches gilt für Twitter.
Werden Tweets häufig weitergegeben (Retweet) oder erwähnt (@Mention), schießt der Aktienkurs in die Höhe. Broadcastet man in die Welt hinaus, ohne dass es jemanden interessiert, rechnet Empire Avenue die Aktivität nur geringfügig an.
Somit wird das Spiel tatsächlich zu einem recht verlässlichen Barometer für Social Media Kompetenz.
Weil das Gameplay durchaus etwas komplizierter ist, haben Marc Thomalla und Markus Breuer damit begonnen, die wichtigsten Aspekte auf empire-avenue.de zusammenzufassen.
Und was lese ich da heute?
Einerseits fühle ich mich natürlich gebauchpinselt.
Andererseits, wer will schon “Dividenden-Milchkuh” genannt werden? Und was passiert, wenn Google das aufschnappt und demnächst auf Platz 1 der Suchergebnisse anzeigt, wenn jemand sich für mich interessiert?
Deshalb, lieber Marc und lieber Markus, please don’t call me Dividenden-Milchkuh!
Wenn Ihr bis hierher gelesen habt, freue ich mich über neue Verfolger bei Twitter (@24z). Auf Empire Avenue findet Ihr mich als e(RALF).
Die Dividenden-Milchkuh entdeckt hat @martinwillnow.


Dortmund bekommt seinen eigenen Phoenix See. 
Mehr als 80% meiner Leser dort kommen allerdings nicht aus dem deutschsprachigen Raum. Deutsche Posts auf 24100.NET hätten also die deutliche Mehrheit der Besucher abgehängt.